Was ist ein Evaluationsverfahren?

Es gibt verschiedene Ansätze, wie wirkungsorientierte Selbstevaluationen im Quartier umgesetzt werden können. Die hier vorgestellten Ansätze wurden in unterschiedlichen Kontexten entwickelt und sind nicht zwangsweise für die Arbeit im Quartier erdacht.

Evaluationsverfahren zur wirkungsorientierten Selbstevaluation, die Sie hier auf der Internetseite finden:

Most Significant Change (MSC) ist ein Beispiel für ein partizipatives Evaluationsverfahren. In die einzelnen Verfahrensschritte können sowohl die unterschiedlichen Arbeits- und Entscheidungsebenen der Trägerorganisation, andere Akteure im Stadtteil und auch Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden. Anders als im Leitfaden zur wirkungsorientierten Selbstevaluation gibt das Verfahren keine einzelnen Indikatoren vor, bezieht sich aber auf die für das jeweilige Quartiersprojekt relevanten Zieldimensionen. Zur Beschreibung von Wirkungen werden insbesondere „Veränderungsgeschichten“ über die als besonders bedeutsam eingeschätzten Veränderungen (Most significant changes) genutzt. Durch das sehr offene Verfahren ist es möglich, auch direkte und indirekte, beabsichtigte und unbeabsichtigte, positive wie negative Wirkungen in den Blick zu nehmen.

Hier gelangen Sie zur Beschreibung des Evaluationsverfahrens Most Significant Change.

MAPP ist ein partizipatives Verfahren der Wirkungsanalyse, mit dem eine aussagekräftige Einschätzung der Veränderungen vor Ort über einen längeren Zeitraum hinweg möglich ist. MAPP folgt nicht der festgelegten Reihenfolge der Arbeitsschritte des Leitfadens zur wirkungsorientierten Selbstevaluation.

Nach der Klärung der übergreifenden Zieldimensionen für die Quartiersarbeit werden die Indikatoren und Wirkungen in einem fortlaufenden Diskussionsprozess gemeinsam definiert und immer wieder präzisiert. Eigene Datenerhebungen werden in der Regel nicht durchgeführt. Es werden aber zusätzlich vorhandene Informationen und Daten zur Überprüfung und gegebenenfalls auch Kontrastierung der Einschätzungen in der Evaluationsgruppe herangezogen.

Hier gelangen Sie zur Beschreibung des Evaluationsverfahrens MAPP.

Mit diesem Verfahren wird das Konzept der Verwirklichungschancen für die wirkungsorientierte Selbstevaluation von Quartiersentwicklungsprozessen genutzt. Der Fokus „Handlungsspielräume und Verwirklichungschancen“ soll den Blick schärfen auf die tatsächlich gegebenen Freiheiten, Chancen und Handlungsoptionen der Menschen im Quartier, eigene Entscheidungen zu treffen, wie sie ihr Leben – gegebenenfalls auch mit Beeinträchtigungen und Pflege- und Unterstützungsbedarf – gestalten möchten. Genau wie beim Leitfaden zur wirkungsorientierten Selbstevaluation werden Indikatoren beschrieben, die sich bei diesem Verfahren allerdings auf die von Martha Nussbaum entwickelte Liste der zehn zentralen menschlichen Fähigkeiten beziehen. Für die Datenerhebung werden im Wesentlichen zwei Zugänge genutzt: Befragung von Expertinnen und Experten und leitfadengestützte Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern

Klicken Sie hier, um sich in das Thema Handlungsspielräume und Verwirklichungschancen in der Quartiersentwicklung einzulesen.

Sie möchten einzelne Quartiersprojekte vor dem Hintergrund erreichter Wirkungen evaluieren? Dann planen Sie mit dem Tutorial zur wirkungsorientierten Selbstevaluation:

Ein Tutorial, in dem die notwendigen Schritte einer Selbstevaluation erläutert werden. Es werden Ihnen Arbeitshilfen zu Planung und Umsetzung einer Selbstevaluation angeboten.
Der Leitfaden ist nicht angelehnt an inhaltliche Dimensionen, vielmehr soll er Ihnen einen allgemeinen Eindruck vermitteln, welche Arbeitsschritte mit einer wirkungsorientierten Selbstevaluation verbunden sind.

Hier gelangen Sie zum Tutorial Wirkungsorientierte Selbstevaluation.