Häufig gestellte Fragen

Wenn Sie nicht wissen, was Sie mit Ihrer Quartiersarbeit verändern wollen - bei der Zielgruppe oder allgemein im Quartier - können Sie keine Evaluation durchführen. Im Kursbuch Wirkung wird die Planung einer Evaluation mit der Planung einer (See)Reise als Verantwortlicher für eine Reisegruppe verglichen. Sie müssen wissen, wohin Sie fahren wollen und welche Indizien es gibt, dass die Reise das hält, was Sie in der Werbung versprochen haben. Nur so können Sie Aussagen über Ihre Arbeit treffen.

Ebenso verhält es sich bei der Quartiersentwicklung. Durch die bisher eher projektförmige Organisation Ihres Arbeitsfeldes und die finanzielle Unterstützung durch Fördermittelgeber sind die Handlungsfelder der Quartiersentwicklung zunächst recht großspurig beschrieben. Was bedeutet "Förderung des sozialen Miteinanders" bei Ihnen im Quartier überhaupt? Welche Maßnahmen nutzen Sie, um das soziale Miteinander zu fördern? Woran würden Sie erkennen können, dass eine Veränderung gibt?

Es empfiehlt sich, Wirkungsziele nicht erst oder ausschließlich für eine Evaluation zu formulieren. Auch für die Projektplanung ist dies ein relevanter Schritt.

Sie müssen nicht, Sie können. Die SMART-Kriterien sind als Formulierungshilfe für (Wirkungs-)Ziele zu verstehen.

Die Anwendung der SMART-Kriterien erhöht in aller Regel den zeitlichen Aufwand in der Planungsphase und wirkt daher eher sperrig. Allerdings diskutieren Sie anhand der SMART-Kriterien einige inhaltliche Punkte im Vorfeld, die Sie andernfalls im späteren Verlauf Ihrer Quartiersarbeit oder auch im Rahmen der wirkungsorientierten Selbstevaluation immer wieder neu auf die Agenda holen müssten.

So wird zum Beispiel klarer, was "Förderung des sozialen Miteinanders im Quartier" bedeutet und wie sie in Ihrem Quartier "aussehen" könnte. Durch sorgfältige Zielformulierungen wird also deutlicher, was Sie mit Leitzielen in Ihrem Quartier meinen und was vor Ort geschehen soll. Die Klärung einer solchen Frage ist auch für ein gemeinsames Verständnis der Quartiersarbeit notwendig, insbesondere wenn andere Akteure Sie bei der Umsetzung unterstützen.