Auswertung quantitativer Daten

Für quantitative Befragungen bedeutet dies, dass Sie die ausgefüllten Fragebögen in Excel oder in ein anderes Statistikprogramm eingeben (z. B. SPSS). Bereiten Sie hierfür eine sogenannte Ergebnisdatei vor. In einer Ergebnisdatei tragen Sie in die Zeilen die Antworten aus dem Fragebogen ein. Oder anders ausgedrückt: Die Antworten der Befragten werden in jeweils einer Zeile festgehalten (eine Zeile pro ausgefülltem Fragebogen). In die Spalten tragen Sie die Variablen/Indikatoren ein. Variablen sind Ihre Fragen in Kurzform (Hinweis zu unterschiedlichen Skalenniveaus s. Methodentext Fragebogen).

Wie Sie in dem Beispiel für eine Ergebnisdatei sehen können, benötigen Sie für jede Frage in Ihrem Fragebogen mindestens eine Spalte. Zudem wird jeder ausgefüllte Fragebogen mit einer Identifikationsnummer (ID, im Beispiel Fragebogen ID) versehen, die Sie als ersten Wert in die erste Spalte eingeben. Am besten schreiben Sie die ID auch auf den Fragebogen und heften ihn in einen Ordner ab. So können Sie bei Unklarheiten noch einmal in die Daten gucken. 


Wie gebe ich Fragen mit Mehrfachantworten in die Ergebnisdatei ein?

Fragen mit Mehrfachantworten bedeuten, dass der/die Befragte sich nicht für eine Antwort entscheiden muss, sondern alle für ihn/sie passende Antworten ankreuzen darf.

Bei dieser Frage kann der/die Befragte entscheiden, wie viele Antwortmöglichkeiten er nutzen möchte. So könnte es zum Beispiel sein, dass sowohl Antwort 1 "zu Fuß" als auch Antwort 2 "Fahrrad" angekreuzt werden. In der Ergebnisdatei wird je Antwortmöglichkeit eine Spalte genutzt. Entsprechend müssten Sie die Frage in eine Ergebnisdatei wie folgt übertragen (roter Kasten):


Im Rahmen einer Selbstevaluation können Sie sich auf Häufigkeits- und Prozentangaben zu den verschiedenen Variablen beschränken. Wenn Sie mit kleinen Stichprobenumfängen arbeiten, können Sie die Antworten auch einfach auszählen, Sie müssen nicht zwangsweise eine Ergebnisdatei anfertigen. Allerdings hilft Ihnen dieser Arbeitsschritt, um auch für den weiteren Verlauf Ihrer Quartiersarbeit die Ergebnisse festzuhalten, sodass sie nicht in Vergessenheit geraten. Außerdem unterstützen Programme, wie Excel, das Erstellen von Grafiken, die Sie problemlos auch in Ihr Textprogramm - Word - einfügen können. So können Sie zeitliche Entwicklungen beispielsweise in Form von Liniendiagrammen darstellen oder Vorher-Nachher-Vergleiche durch Säulendiagramme präsentieren. Hilfe zur Erstellung solcher Diagramme finden Sie direkt in Excel unter der Hilfeoption von Microsoft Office.

Kurze Anleitungen zur Erstellung von Diagrammen in Excel und zu ersten Rechenoperationen finden Sie z. B. bei YouTube.

Wenn Sie umfangreichere Analysen mit den erhobenen Daten anstellen möchten, suchen Sie sich Unterstützung von Externen, die über statistisches Know-How verfügen (z. B. Universitäten, Fachhochschulen oder Forschungsinstitute).